"Guten Abend, Frau Giese, ihr Haus ist soeben abgebrannt."
Niemand auf der Welt wäre sonst so fähig in diesem Augenblick
die Souveränität eines Zugschaffners aufzusetzen und mit
kühner Direktheit zu fragen, "So? Kennen Sie auch ein
gutes Hotel?", wie Christiane Giese, wenn sie auch innerlich
sich mehr nach ihrem Teddy sehnen würde. Und zu einer Zeit
in der Krisen- (reimt sich auf Giese) festigkeit und Bluff gefragt
sind, ist sie Darwins Bestangepasste! Ich weiss wovon ich rede:
Spielt mal eine Runde Poker gegen sie!
Abgezockt?
Ich frage mich, kann man diese bereits Weitgereiste (NYC, Indien,
Zimbabwe stehen bereits im Reiseprotokoll) aus Dortmund-Sölderholz
denn überhaupt hinters Licht führen? Doch höchstens
morgens, wenn sie lieber die "langsame Variante" vorzieht:
ein ausgedehntes Frühstück, Streiflicht der Süddeutschen,
seichte Musicalballaden, die durch den Äther schwingen, und
Katzen Paula und Klausi ("die wahren Geniesser") schmückend
auf dem Küchenschrank zusammengerollt. Sie hat sich der Lebenslust
gewidmet, das Wohltuende der Langsamkeit hat sie längst entdeckt.
Lust auf Arbeit?
Ihre verspielt gestrickte Welt ist eine der pädagogischen
Wissenschaft, ein Uhrwerk analytischer Denkweisen, sich tunnelnder
Hirnwindungen durch assoziative Prozesse und Labyrinthe kognitiver
Strukturen: die Ergründung des Lernens. Wundert es einen wirklich,
dass sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat?
"In every job that must be done, there is an element of fun!"
Achtung!
Dies Zitat ist nicht nur Leitfaden, sondern auch Schlüssel:
Nämlich zum Lieblingsfilm und -sängerin einer Frau, die
sich nicht scheut in eine von ihr schon oft gesehene Aufführung
von "Victor/Victoria" noch einmal unbezahlt zu schleichen,
als sie keinen Penny mehr in der Tasche hat. Und dies, obwohl sie
eine selbstzugegebene "Schissbuchse" vor Ordnung und Gesetz
ist. Mutig weil romantisch.
Doch Christiane schielt!
Sie schielt zwischen der Sicherheit handfester Wissenschaft und
dem Risiko des immer neu zu betretenden Terrains der Spontanität.
"Find the fun and snap: the jobs a game!" Das Spiel
heisst Impro. Theater-Impro. Diese Aufgabe führt durch Raum
und Zeit, wie etwa die Abenteuer eines Star Trek Raumschiffes, das
in Welten fliegt, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Und
sie kann sich auf ihre Intuition, Assoziationsgabe und ihren Menschenverstand
verlassen, um sie zu lösen.
Sie ist nicht alleine
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